Das Gesetz der Anziehung – Teil 2

…warum es nicht funktioniert – aber manchmal doch

 

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Im ersten Teil habe ich von meinen QuietscheEnten-Manifestationen berichtet, und nur ein kleiner Teil davon hat es auf meinen persönlichen „EntenSchrein“ geschafft 😉 Von meinem später gegründeten „QuietscheEnten-Kult“ werde ich ein anderes Mal berichten, aber er nahm seinen Anfang mit den Experimenten zum „Gesetz der Anziehung“.

Selbiges liefert unterschiedliche Erklärungen zu der Frage, warum es manchmal funktioniert und manchmal nicht, doch es lässt sich, im Kern, auf eine Aussage herunter brechen: wenn es dir (zu) wichtig ist, ist dein Wunsch ein Ausdruck von Mangel, und daher „manifestierst“ du Mangel (weil ja Gleiches Gleiches anzieht).

Die „einfache“ Lösung: Du musst „einfach“ nur deine „Frequenz“ so erhöhen, dass du mit deinem Wunsch auf der selben „Wellenlänge“ bist und zeitgleich dafür sorgen, dass du das Erwünschte nicht mehr brauchst bzw. vermisst.

An genau dieser Stelle, so sollte man meinen, würde ein rational denkender Mensch einen gewissen Widerspruch erkennen und diese These zur „Manifestationstechnik“ verwerfen. Denn das ist, objektiv betrachtet, wirklich fürchterlicher Unsinn: du musst dich einfach so sehr in das rein steigern, was du willst, als hättest du es schon, und es zeitgleich „loslassen“ und dafür sorgen, dass du es nicht mehr willst!
Etwa so: wenn du grade dabei bist, zu verhungern, dann stell dir einfach mit aller Kraft vor, wie sich ein voller Bauch anfühlt und hör damit auf, was Essbares zu wollen!

Ich möchte nicht makaber sein, aber wenn wir uns nur einen kleinen Moment, wirklich nur, um etwas zu verdeutlichen, vorstellen, irgendwer auf der Welt würde diesen Rat einem verhungernden Kind in den Strassen Neu-Delhis geben – würden wir sojemanden als „spirituellen Ratgeber“ akzeptieren? Nur eine Sekunde lang?

Ich hoffe, die Antwort lautet Nein!
Doch wenn sie das tut: warum akzeptieren wir dann Menschen, die unseren nach was-auch-immer hungerndern Seelen (denn Wünsche und Sehnsüchte sind „Seelenkräfte“) mit derartig dreister Grausamkeit begegnen??

Das „Gesetz der Anziehung“ funktioniert – manchmal, besonders gerne am Anfang und bei eher „unwichtigen“ Dingen – weil es sich dabei um eine Art „Werbegeschenk“ handelt.

Was die „plüsche-flausche-Licht-und-Liebe-Spiritualität“ gerne ausblendet, ist der Umstand, dass wir in einer dualistischen Welt leben. Sie geht sogar so weit, erklären zu wollen, wie man den Schritt von Dualität zu Polarität vollziehen kann. Ich empfehle jedem, der auf einen „Lehrer“ trifft, der Selbiges lehrt, einmal die Frage zu stellen, wie jener Lehrer den Unterschied zwischen Dualität und Polarität definiert 😉 Zumeist wird die Antwort, einfach herunter gekürzt, lauten: Dualität ist, wenn man an einen Gegensatz zwischen zB. Gut und Böse oder Hell und Dunkel glaubt, Polarität ist, wenn man an zwei sich ergänzenden und ausgleichende Kräfte glaubt.
Es stellt sich aber die Frage: wenn ich glaube, dass Gut NICHT Böse ist, dass es zwei gegensätzliche Kräfte sind, und daran glaube, dass sie sich ergänzen und ausgleichen – ist das dann Dualität oder Polarität?

Wie die Katze um den heissen Brei schleiche ich hier um eine Aussage, die zu machen mir erstaunlich schwer fällt, obwohl sie wahr ist:

Grade energetisch und spirituell gibt es Energien,  Kräfte, Menschen und Wesenheiten, die man nicht anders bezeichnen kann, als als Parasiten oder „Räuber“.

Diese „Energien“ sind nicht gut oder böse, sondern einfach eine Folge einer polaren, materiellen Wirklichkeit, in der Leben sich nur und ausschliesslich von Leben ernähren kann, um materiell zu bleiben. Egal ob Veganer oder Carnivore: jeder Organismus kann nur dann überleben, wenn er sich von der Lebensenergie anderer Organismen nährt. „Kalorien“ sind nichts anderes als die Masseinheit für den „Energiegehalt“ in LebensMitteln, und bei einer dauerhaften Null-Kalorien-Ernährung vergeht der zugehörige Organismus, wenn auch langsam.
Auch im spirituell-energetischen Bereich gibt es sozusagen eine „Nahrungskette“ – und jene QuietscheEntchen, Parkplätze oder sonstige „Kleinigkeiten“, die sich mit dem Gesetz der Anziehung manifestieren bzw. bestellen lassen, sind nichts anderes als das Stückchen Käse in der Mausefalle.

Diese „Energieformen“ (Entitäten) sind, wie gesagt, nicht gut oder böse – oder im selben Mass gut oder böse, wie es eine Katze, ein Tiger oder ein Löwe sein mag. Sie sind auch nicht „dämonisch“, obwohl ich durchaus davon ausgehe, dass manche Überlieferung über diese „Energieformen“ gewissen Einfluss auf die Vorstellung von Dämonen hatte.
Man muss sie auch keinesweg fürchten – nur sollte man sich ihrer Wirkungsweise sehr bewusst sein, damit man nicht unabsichtlich „zur Beute wird“ 😉
Wirklichen Erfolg mit dem „Gesetz der Anziehung“ haben nur jene Menschen, die die Regeln dieses „Beutezugs“ verstehen und selbst zu „Räubern“ werden. Manche tappen auch absolut unbewusst in diese „Falle“ und werden ohne jede Absicht zu einer Art „Lockvogel“. Die absolute Mehrheit ist sich aber, jedenfalls teilweise, sehr wohl darüber bewusst, dass nur eine sehr kleine, ausgewählte „Elite“, die sehr häufig MIT dem Gesetz der Anziehung – also durch dessen Vermarktung – zur Erfüllung ihrer Wünsche gelangt, tatsächlich die Früchte erntet. Doch diese „Früchte“ sind eben keine Porsches, die sich aus dem Nichts manifestieren, sondern Porsches, die mit dem Geld der Leute, die verzweifelt nach dem fehlenden Puzzlestück suchen, gekauft werden.
Ich habe schon die abstrusesten, ellenlangen Erklärungen von solchen Leuten gehört, warum es eigentlich total supi und toll ist, und total wert-voll, anderen Leuten möglichst viel Geld abzunehmen, um diese auf ihrem „Weg zu begleiten“… (über „Geld und Spiritualität“ werde ich noch separat schreiben, doch sei kurz gesagt: Geld ist, spirituell betrachtet, eine Form von Energie. Und es ist keineswegs die einzige Form von Energie, die man aufwenden, mobilisieren und quasi erbeuten „muss“, um mit dem LoA „erfolgreich“ zu sein…)

Es ist wahr, dass wir alle Schöpfer unserer Wirklichkeit sein können.
Es ist NICHT wahr, dass wir es alle (bereits) sind.
Es ist NICHT wahr, dass man durch „hohe/gute“ Frequenzen das Erwünschte anzieht oder manifestiert.
Es ist NICHT wahr, dass Du jetzt die Wirklichkeit erlebst, die Deine Gedanken von gestern erschaffen haben (die Wahrheit ist viel komplexer und wundervoller).
Es ist wahr, dass eine hohe, emotionale Frequenz (also „starke Gefühlsenergie“) Wünsche erfüllt – es ist astrein gelogen und absolut NICHT wahr, dass es DEINE Wünsche erfüllt 😉 Es ist „Nahrung für Energieräuber“. Wenn Du Glück hast, bist Du eine ergiebige Energiequelle und wirst gemolken, solange Du „Milch“ gibst (also viel Energie rein steckst), dann kriegst Du auch ab und zu „Futter“ (also ein paar erfüllte Wünsche, groß genug, um Dich dazu zu motiviern, noch länger noch mehr Energie rein zu stecken, klein genug, um Deinen Hunger nach „mehr“ garantiert nicht zu stillen).

Es ist wahr, dass Du das Gesetz der Anziehung benutzen kannst, indem Du anderen Menschen Energie in Form von Hoffnung, Zeit, Geld und (Lebens-)Energie abluchst – es ist NICHT wahr, dass sich das gut anfühlt und glücklich macht.
„Manifestation der eigenen Wirklichkeit“ ist etwas, was auch die klassischen Mysterienwege angestrebt haben und anstreben, doch sie stellen vor das Er-Wirken der Wirk-lichkeit immer die Erkenntnis. Sich selbst zu erkennen, die Welt zu erkennen und auch das Göttliche zu erkennen sind wichtige Schritte, um zum Kern der Wahrheit und Wirklichkeit durchzudringen. Aus diesem Kern heraus ordnet und erschafft sich das Universum ewig neu und bleibt doch immer nur in dieser Mitte. Gleich und gleich gesellt sich gern, Gegensätze ziehen sich an, die Katze lässt das Mausen nicht – doch der Kern, der Same des Lebens und jeder Schöpfung, ist von all dem völlig unberührt.

Die Schöpfung ist ein grosses Wunder. Ein Mysterium.
Es wäre wirk-lich traurig, wenn man sie durch hochfrequentes Energiegewurschtel „manifestieren“ müsste – das macht sie ganz von alleine. Mit oder ohne uns – aber MIT uns ist es immer noch ein bisschen wundervoller 😉

 

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