Coro-no, Coro-ni, Coro-naaa!

Wer will dazu schon noch was lesen?

Aber hier soll es keineswegs um Infektionszahlen, Isolationsmassnahmen und Mundschutz gehen. Nicht mal um Klopapier.

Corona heisst „die Krone“. Das Virus wurde so benannt, weil es unter dem Mikroskop zunächst zweidimensional wie eine Krone aussah.

Der Begriff „Krone“ findet sich in beinahe allen Bereichen der Mystik. Was ja durchaus mal ganz interessant ist.

In der jüdischen Mystik kommt, unter anderem, die Krone innerhalb der Kabbalah (dem Baum des Lebens) vor. Hier wird sie als Kether bezeichnet und symbolisiert „Das Göttliche“, aus dem alles, was Leben ist, hervorging – und das auch gemeint ist, wenn es heisst, „alles Gute kommt von oben!“.
Dann wäre da die christliche Mystik. Hier wird der Mensch oft als „Krone der Schöpfung“ bezeichnet. Diese Bezeichnung ist sehr entscheidend im Zusammenhang mit dem „Auftrag“, den Gott den ersten Menschen seiner Schöpfung gab, und der, laut christlicher Mystik, mehr Einblick in den persönlichen Lebensweg zu geben vermag, als jeder Selbsthilferatgeber oder Persönlichkeits-Coach.
Die Dornen-Krone von Jesus dem Christus spielt eine symbolisch sehr zentrale Rolle im „Passionsweg“, der zugleich einen Einweihungsweg in die christlichen Mysterien umschreibt.
Die Naturwissenschaften fallen mir ein, wo „Corona“ u.a. für Sonnenstrahlen steht (Sonnenkorona).
Oder die Koronararterien – die beiden Arterien, die kranzförmig das Herz umgeben und es mit Blut versorgen.

Während in den Medien eine erstaunliche Dauer-Beschallung zu dem Thema läuft, gibt es in geistig-spirituellen Kreisen im Kern eine Frage: Chance oder Untergang?

Untergang:
Nicht nur, dass wirtschaftliche und soziale Einbussen absehbar bzw. bereits in vollem Gange sind, es blühen auch an allen Ecken und Kanten diverse Verschwörungstheorien, von denen manche glaubhafter als andere sind. Sicher ist: in Windeseile wurden unsere Bürgerrechte beschnitten und in ruhiger Gelassenheit haben wir es unter den Zwängen der Sachlage hingenommen.

Chance:
Nachdem ein Großteil des sozialen und wirtschaftlichen Lebens auf ein Mindestmaß heruntergefahren wurde, wird all das wieder in die Gänge kommen – und wir haben eine bewusste Entscheidung, auf welche Art das geschieht.
Die Natur atmet merklich durch. Die Luft riecht wie in meiner Kindheit (vor 40 Jahren).

Beides:
Was – so aus meiner persönlichen Sicht – besonders herausragt, egal ob ganz persönlich oder absolut global, ist die Konfrontation mit „Schatten“. Damit ist im mystischen und jungianischen Kontext das Verdrängte, Unsichtbare, unter den Teppich Gekehrte gemeint.
Nicht nur massive Existenzängste äussern sich in Hamsterkäufen und Überstunden bei der Bundesbank (da alle, aus Angst vor HyperInflation, ihr Geld von der Bank holen), sondern auch das Vermissen von Freundschaften, das Geniessen von NichtZurArbeitMüssen, die existenzielle Sorge um liebe und geliebte Menschen, das soziale Pflichtgefühl, das Aufbegehren gegen „Anordnungen“ und „Autorität“ (Staatsgewalt), die Eigenheiten der Kinder, die Eigenheiten des plötzlich ständig präsenten Partners, die eigene Identifikation mit Beruf, Freunden, Hobbies,…. unendlich viele Dinge werden manchen Leuten grade bewusst. Dinge, die sonst unter Zwängen und Alltag ins Unbewusste gekehrt und nie wirklich wahrgenommen werden.

Die Wahl liegt bei uns.

Wir können es als Chance und Möglichkeit zur Neustrukturierung begreifen. Dann liegt das nicht in der Zukunft, sondern es passiert jetzt und hier. Jeder Mensch kann entscheiden, wem oder was er „die Krone aufsetzt“.
Wer nun durch das Internet zieht und die verschwörerischen Absichten einer übermächtigen Elite beschwört, trifft ebenso eine Wahl, wie derjenige, der sich seine Sorge und seine Ängste deutlich bewusst macht, um dahinter die Liebe und Motivation zu erkennen.

Oft geht es auf dem Mysterienweg um genau jene Wahl:
Die Gereiztheit, weil ich heute wieder nicht zur Arbeit gehen kann, ist zugleich ein Ausdruck von Liebe für meinen Job.
Der Lagerkoller ist zugleich eine tief empfundene Liebeserklärung für die Freiheit, die ich nun vermisse.
In jedem Minus verbirgt sich ein Plus, und umgekehrt.
Der französische Regierungs-Chef Marcron sprach von der Situation seines Landes als „Kriegszustand“. Viele Medien weltweit sprechen jetzt schon vom „Wiederaufbau nach der Krise“. Obwohl ich der Lage ihren Ernst nicht absprechen will, halte ich das für etwas übertrieben, aber:
Wir werden alle entscheiden müssen und dürfen, was wir in den „Trümmern“ zurück lassen und was wir wie wieder aufbauen. Wenn wir uns jetzt klar machen, was uns, im wahrsten Sinne des Wortes, am Herzen liegt, können wir unsere Energie bewusst in diese Richtung lenken.

αΩαΩαΩ

Ein paar ganz persönliche Erfahrungen zum Thema Existenzängste möchte ich an dieser Stelle teilen:
Die letzte Wirtschaftskrise hat mich fies und knallhart erwischt. Ich hatte zwei familiäre Pflegefälle betreut und mich grade, viel zu spät, mit Anfang 30, selbständig gemacht, als mir die allgemeine Wirtschaftslage den Boden unter den Füssen wegriss.
Zwischen 2007 und 2015 (ja, es hat lange gedauert) lebte ich mehr schlecht als recht in einem sehr runter gerockten Haus, manchmal ohne Heizung und Strom, mit Eisblumen von innen an den Fenstern, ohne Krankenversicherung von manchmal nur 80,-Euro im Monat.
Sicher, ich hätte staatliche Hilfe beantragen können, doch das war eine meiner ersten Erkenntnisse dabei: die Kontrolle, der ich dann ausgesetzt gewesen wäre, war mir die finanzielle Hilfe, die ich erhalten hätte, nicht wert.

Ich hatte keine Kinder, aber „Schutzbefohlene“ (einen Hund, zwei Pferde) – und mir ist bis heute unbegreiflich, wie ich uns alle durch diese Krise gebracht habe. Aber ich betrachte diese Zeit, rückblickend, sowohl als fürchterlichste Zeit meines Lebens, als auch als eine der kostbarsten „Lektionen“, die ich jemals gelernt habe.
Es hat mir sehr viel Ruhe und Sicherheit gegeben, erlebt zu haben, wie wenig ich brauche und was ich alles „überleben“ kann.
Ja – auch das: es gab einen Tag, als mir dann auch noch die mir wichtigsten Menschen in meinem Leben, unter dem finanziellen Druck den Rücken zukehrten, an dem ich mir das Leben nehmen wollte.
Es war ein mir eigentlich Fremder, der mir an diesem Tag eine kurze Mail schickte und schrieb: „Du hast Würde. Halte noch drei Tage durch.“
Ich hielt drei Tage durch – es passierte kein Wunder. Alles blieb erstmal schrecklich – doch den Punkt, an dem ich beinahe aufgegeben hätte, hatte ich überwunden.

Ich habe lange gebraucht, um in diesem „Horror“ meine Lebensqualität wieder zu finden. Nachdem ich vorher meine Pflegefälle betreut und all meine Energie darauf gerichtet hatte, und nachdem ich grade erst, mit der Ängstlichkeit des Neubeginners, in die Selbständigkeit gestartet war, fehlte mir jedwede Orientierung, welche „Quelle der Kraft“ ich hätte anzapfen können. Da waren, wie gesagt, keine Kinder, da war kein Partnern, da war – so schien es mir damals – NICHTS.

Es erfüllt mich mit tiefstem Mitgefühl, dass ich weiss, dass manche Menschen nun am Anfang solch einer, oder einer ähnlichen, Erfahrung stehen. Ich wünschte so sehr, es wäre in meiner Macht, es für Euch leichter zu machen!
Doch jenseits von jedem hochgeistigen, spirituellen oder esoterischen Gequatsche schlägt das Leben zu – und die Wahrheit ist: Shit happens. Und das ist untertrieben, denn in „happens“ steckt fast ein Versprechen, dass sie passiert, kurz und knackig, und dann vorbei ist. Doch es passiert auch jene Schei*e, die einfach nicht aufzuhören scheint. Die Existenzen und Beziehungen ruiniert, Träume vernichtet, die man einfach, klar gesagt, NICHT VERDIENT HAT.
Sie passiert, wie der Maus die Katze passiert, wie dem Baum der Blitz, wie dem Vogel die Fensterscheibe – sie passiert weder als „Strafe“, noch als „Lektion“ – sondern sie passiert einfach so, und das ist das Schlimmste von allem…

Doch anders als die Maus, der Baum oder der Vogel haben wir die Wahl, es zu einer „Strafe“ oder einer „Lektion“ zu machen – oder gar zu einem Schatz, den wir am Ende gefunden haben werden. Es lohnt sich, sich für sich und das Leben zu entscheiden!

Allen, die wissen oder wissen werden, was ich damit meine, möchte ich eines sagen:

Du hast Würde.
Für Deine Würde: halte durch!

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